RIFT 3.7 Preview: RIFT jetzt für 64-Bit!

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Während RIFT für den öffentlichen 64-Bit-Beta-Test vorbereitet wird, erklärt uns der Lead Engineer von RIFT, Dan “Snedhepl” Hollinger, die Herausforderungen bei der Umsetzung und warum sie für alle Spieler von Bedeutung ist!

Was geht mich 64-Bit an?
Ihr habt vielleicht schon bei der Ankündigung von RIFT 3.7 Sommersonnenwende gehört, dass es für RIFT in naher Zukunft einen 64-Bit-Client geben wird. Aber trotzdem kennt ihr vielleicht gar nicht den praktischen oder sonstigen Nutzen dieser Entwicklung. Aus diesem Grund werde ich diesen kleinen Debuff bei euch läutern. 🙂

Erst mal etwas Allgemeines über 64-Bit.
Zunächst also die Frage: Was ist ein Bit? Ein Bit kann 0 oder 1 sein, und bei Computern verwenden wir Gruppen von ihnen, um eigentlich alles darzustellen: von Farben über räumliche Positionen bis zum Effekt von Fähigkeiten. Wenn wir also von 8-, 32- oder 64-Bit-Systemen sprechen, bezeichnet dies die Menge der Bits, die ein Prozessor zeitgleich verarbeiten kann. Einige der frühesten Spielsysteme und Computer waren 8-Bit-Systeme. Sie entwickelten sich dann weiter zu 16-Bit- und zuletzt zu den aktuellen 32-Bit-Systemen. Diese Zahlen bedeuteten eine Anzahl von Systembeschränkungen, maßgeblich mit Bezug auf den Speicher, aber auch bezüglich Präzision und Verarbeitungskapazitäten. In einem 8-Bit-System lassen sich zum Beispiel nur 255 verschiedene Zahlen darstellen. Das bedeutet, dass ein Charakter nur auf 255 horizontalen Positionen existieren konnte und wir nur Zugriff auf 255 Speicherpunkte hatten (sofern keine speziellen Tricks zur Erweiterung verwendet wurden). Zudem hatten wir nur Zugriff auf 255 Speicherpunkte (RAM). Und das ist nicht sehr viel! Zum Glück bekommt man mit mehr Bits auch sehr viel mehr Speicherplatz. Ein 16-Bit-System kann 65 535 Zahlen darstellen! Und ein 32-Bit-System sogar 4 294 267 295!

4 294 267 295 klingt nach sehr viel. Aber ist das auch so?
Bei den heutigen modernen Computern werden 4 294 267 295 als 4 Gigabyte bezeichnet. Das ist zwar im Grunde sehr viel Speicher, aber immer noch nicht genug für viele der modernen Spiele. Mit noch mehr Speicher gäbe es eine ganze Reihe von Dingen, die wir bei RIFT zusätzlich oder besser machen könnten. Dazu zählen tolle Oberflächen, Modelle und grafische Features, die schon existieren, und andere, die wir für die Zukunft eingeplant haben. Und dazu gehören auch Daten, die bei RIFT Dinge wie Charaktere, Fähigkeiten, Freunde und so weiter beziffern. Diese Dinge sind für sich genommen keine große Angelegenheit, aber insgesamt kommt da einiges zusammen. Mit 64-Bit könnten wir auf 16 Exabytes (16 Millionen Gigabytes) zurückgreifen. Natürlich gibt es zurzeit keine Hardware, die es ermöglicht, diesen ganzen Speicherplatz zu nutzen. Dafür aber macht der Wechsel auf 64-Bit die Einschränkung der Software auf 4 Gigabyte hinfällig, sodass die einzige Einschränkung darin besteht, wie viel RAM wir in den jeweiligen Systemen installiert haben.

Okay, das bedeutet also, dass RIFT-64-Bit mehr Speicher ermöglicht und dadurch im Laufe der Zeit mehr grafische Highlights eingebaut werden können. Das ist super, aber welche Vorteile erhalte ich jetzt schon?
Die schlichte Antwort kann in einem einzigen Wort zusammengefasst werden: “Stabilität”. Normalerweise greift RIFT nicht auf alle 4 Gigabyte Speicher zurück, aber bei längeren Spielsessions kann das schon mal vorkommen. Wir kämpfen schon seit einiger Zeit mit Abstürzen, und mangelnde Speicherkapazitäten sind die Gründe Nummer Eins, Zwei und manchmal auch Drei für Abstürze! Seit der Verwendung von 64-Bit kann das Spiel plötzlich in den meisten Fällen auf mindestens 8 Gigabyte RAM zurückgreifen (abhängig von der Installation und darüber hinaus verwendeten Programmen). Und mit mehr Speicher konnten wir auch die Anzahl der Abstürze in Reihen der gesamten Spielerschaft deutlich verringern.

Aber ich sollte auch noch auf ein paar weitere wichtige Upgrades im Zusammenhang mit 64-Bit hinweisen. Unsere internen Tools profitieren von ähnlichen Vorteilen wie der Client! Dadurch können wir schneller arbeiten und mehr Content im gleichen Zeitraum generieren.

Zusammengefasst kann man also sagen, dass 64-Bit den Welten von Telara mehr Stabilität und noch schönere grafische Features verleiht. Und das ist auf jeden Fall eine gute Sache!

– Dan “Snedhepl” Hollinger